Kreative Potenziale im ländlichen Raum fördern
CreativTag bildete Auftakt zur Vernetzung der Kreativwirtschaft in der Elbe-Weser-Region
Der CreativTag Niedersachsen am 20. Mai in Ritterhude war ein erfolgreicher Auftakt für die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Fläche. So lautete das Fazit des Niedersächsichen Industrie- und Handelskammertags (NIHK) und des Creativnetzes Osterholz. Ziel der gemeinsamen Veranstaltung mit rund 60 Teilnehmern war es, die Kreativwirtschaft im ländlichen Raum zu einer intensiveren Vernetzung anzuregen und dadurch die Lobbyarbeit dieses Wirtschaftszweigs zu stärken.
Als Anregung dienten den Teilnehmern mehrere Impulsvorträge. „Besonders kreative Ideen entstehen in der Natur“, sagte Dr. Sabine Hafner, Wissenschaftlerin und Privatdozentin der Universität Bayreuth. Damit unterstrich sie, dass nach wissenschaftlichen Untersuchungen die Inspiration für Kreative häufig nicht aus den Bürolandschaften und urbanen Strukturen der Metropolen komme, sondern gerade von der individuellen Umgebung einer ländlichen Region gefördert werde. Diesen Gedanken griff auch Jürgen Lutz auf. Der Sprecher des NIHK für Handel und Dienstleistungen, der zugleich Geschäftsführer der IHK Stade ist, appellierte an seine Zuhörer, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln: „Es gilt, sich auf die im ländlichen Raum vorhandenen Stärken der Kultur- und Kreativwirtschaft zu besinnen und diese zukunftssicher zu machen.“
Klaus-Georg Koch, Geschäftsführer des Musikland Niedersachsen, erläuterte anhand seiner Organisation den Mehrwert und die Potenziale von Netzwerkarbeit. Dabei betonte er die Chancen eines aktiven Netzwerkes auch für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Diesen Gedanken konnte Frank E. W. Fromme, Sprecher des Creativnetzes Osterholz, nur unterstreichen: „Um in der Fläche erfolgreich zu sein, benötigt die Kreativwirtschaft ein Netzwerk mit professionellen Strukturen und kompetenten Ansprechpartnern.“
Ein anspornendes Schlusswort lieferte Christoph Backes von den Ideenlotsen Bremen, in dem er betonte, dass die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft nicht nur „Best-Practice-Beispiele“ im Blick haben sollten, sondern vielmehr neue und eigene Ideen entwickeln müssten.
Nach dem erfolgreichen Start waren sich NIHK und Creativnetz Osterholz einig, die Vernetzung der Kreativwirtschaft künftig weiter voranzutreiben.
© Copyright IHK Stade, Datum 28.05.2010
www.stade.ihk24.de
Dokumente zum CreativTag
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Grusswort_der_Niedersaechsischen_Ministerin_fuer_Wissenschaft_und_Kultur.pdf |
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© Copyright IHK Stade, Datum 28.05.2010
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"CreativTag" bildete Auftakt zur Vernetzung der Kreativwirtschaft in der Elbe-Weser-Region
Der „CreativTag Niedersachsen“ am 20.Mai in Ritterhude war ein erfolgreicher Auftakt für die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Fläche. So lautete das Fazit des Niedersächsichen Industrie- und Handelskammertags (NIHK) und des Creativnetzes Osterholz. Ziel der gemeinsamen Veranstaltung mit rund 60 Teilnehmern war es, die Kreativwirtschaft im ländlichen Raum zu einer intensiveren Vernetzung anzuregen und dadurch die Lobbyarbeit dieses Wirtschaftszweigs zu stärken.
Als Anregung dienten den Teilnehmern mehrere Impulsvorträge. „Besonders kreative Ideen entstehen in der Natur“, sagte Dr. Sabine Hafner, Wissenschaftlerin und Privatdozentin der Universität Bayreuth. Damit unterstrich sie, dass nach wissenschaftlichen Untersuchungen die Inspiration für Kreative häufig nicht aus den Bürolandschaften und urbanen Strukturen der Metropolen komme, sondern gerade von der individuellen Umgebung einer ländlichen Region gefördert werde Klaus-Georg Koch, Geschäftsführer des Musikland Niedersachsen, erläuterte anhand seiner Organisation den Mehrwert und die Potenziale von Netzwerkarbeit. Dabei betonte er die Chancen eines aktiven Netzwerkes auch für die Kultur- und Kreativwirtschaft.
Ein anspornendes Schlusswort lieferte Christoph Backes von den Ideenlotsen Bremen, in dem er betonte, dass die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft nicht nur „Best-Practice-Beispiele“ im Blick haben sollten, sondern vielmehr neue und eigene Ideen entwickeln müssten.
Nach dem erfolgreichen Start waren sich NIHK und Creativnetz Osterholz einig, die Vernetzung der Kreativwirtschaft künftig weiter voranzutreiben.
© Copyright i2b, Datum 25.05.2010
www.i2b.de
CreativTag soll Kulturwirtschaft auf dem Lande fördern
Von Klaus Grunewald Ritterhude Landkreis Osterholz.
Worpswede ist zwar schon seit Jahrzehnten ein Synomym für Kunst auf dem Dorf. Was allerdings nicht darüber hinweg täuschen darf, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft im ländlichen Raum oft noch in den Kinderschuhen steckt. Eben dieser Kunst wollen das Creativnetz Osterholz und die Industrie- und Handelskammer Stade in konzertierter Aktion auf die Sprünge helfen. Den Auftakt bildete gestern der "CreativTag Niedersachsen" im Veranstaltungszentrum Ritterhude.
Insgesamt 52 Kunst- und Kulturschaffende, Wissenschaftler, Gemeindevertreter, Marketing- und Medienexperten aus Niedersachsen und Bremen gaben sich in der Hammeniederung ein Stelldichein, um Chancen und Risiken für die Kreativwirtschaft auszuloten. Am Beispiel des Landkreises Osterholz wurde auch deutlich, wie die ökonomische Seite von Kunst und Kultur auf dem flachen Land funktioniert, was für die Förderung und Vernetzung der Branche getan werden kann und welche Möglichkeiten Kooperationen eröffnen.
Als Hauptreferenten konnten Jürgen Lutz, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Stade, und Frank E.W. Fromme, Vorsitzender des Creativnetzes Osterholz, Dr. Sabine Hafner und Klaus Georg Koch begrüßen. Hafner arbeitet zurzeit für EU-Projekte und ist ausgewiesene Expertin für eine integrierte Stadtpolitik, Koch engagiert sich bei der Stiftung Niedersachsen als Geschäftsführer von Musikland Niedersachsen. Beide zeigten Wege auf, wie Kunst, Kultur und Kreativität auch im Reich von Feld, Wald und Flur Fuß fassen, besser vernetzt und damit als Wirtschaftsfaktor verstärkt werden können.
Kunst- und Kulturschaffende, so die Münchenerin Dr. Sabine Hafner, hätten im 17. Jahrhundert dem Okkultismus in den Städten den Kampf angesagt und Ende des 19. Jahrhunderts das Land entdeckt. Bis heute allerdings in unterschiedlicher Intensität. So ist der Kreis Osterholz mit seinem bremischen Einfluss zwar längst kein weißer Fleck mehr auf der Landkarte der Kreativwirtschaft, doch noch immer erfährt er als Standortfaktor zu geringe Wertschätzung.
Dabei hat sich vor allem die Natur für den Berufstätigen als Ideenschmiede herausgestellt, wie Hafner gestern mit statistischem Zahlenmaterial belegte. So mancher Firmenchef mag es kaum glauben, aber 76 Prozent aller Ideen entstehen nach den Worten der Wissenschaftlerin außerhalb des Unternehmens. Und dabei eben vor allem in der Natur. Oder auch zu Hause. Weniger auf langweiligen Meetings, wie die Referentin noch hinzufügte, ohne freilich die Tagung im Veranstaltungszentrum Ritterhude zu meinen.
Denn auch Klaus Georg Koch, der unter anderem die Musikredaktion der Berliner Zeitung aufbaute und zwölf Jahre lang leitete, skizzierte anschaulich die Chancen für Kunst und Kultur in ländlicher Idylle. Sein Ziel als Geschäftsführer von Musikland Niedersachsen ist es unter anderem, Fachleute zusammenzubringen und Synergien, also Energie zu schaffen, um Aufgaben gemeinsam bewältigen zu können.
Am gestrigen Nachmittag wurden in vier parallel laufenden Workshops die Themen "Professionalisierung", "Wirtschaftsförderung", "Wir-Gefühl" und "Kreativität als Standortfaktor" vertieft. Auch diese Workshops, so Jürgen Lutz, sollten mit einem Vorurteil aufräumen. Dass nämlich Kreativwirtschaft primär mit Medienhochburgen und Metropolen in Verbindung gebracht wird. Der Sprecher für Handel und Dienstleistungen bei der Niedersächsischen Industrie- und Handelskammer: "Kreativität und Innovationsleidenschaft sind aber auch in der niedersächsischen Fläche Impulsgeber und Treibstoff für eine innovative Gesellschaft." Creativnetz-Chef Fromme bezeichnete die Veranstaltung in Ritterhude, die von Landrat Dr. Jörg Mielke eröffnet wurde, ebenfalls als Startschuss für eine vitale Gemeinschaft. Und dazu zählt Fromme alle Kreativen. Die Bandbreite reiche vom Musiker und Komponisten bis zum Garten- und Landschaftsgestalter, vom Designer und Werber bis zum Softwareentwickler und Spieleerfinder. Für sie alle, so Lutz und Fromme übereinstimmend, habe der "CreativTag Niedersachsen" Lobbyarbeit geleistet.
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG, Datum: 21.05.2010
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Ländlichkeit reizt Kreative
IHK lud zum Creativ Tag ins Ritterhuder Veranstaltungszentrum: Rund 50 Tagungsgäste
Von
Gerwin Möller
Hamburg ist "cool", weil sich dort viele Kreative ansiedeln. Und wie sieht es auf dem platten Land aus? Beim Creativ Tag zerbrachen sich "Wissensarbeiter" den Kopf über Strategien und Standortfragen.
Landkreis Frank E.W. Fromme bemüht sich seit Jahren um eine Vernetzung der Kreativen im Landkreis. Vom Wunderland Osterholz spricht der 50-Jährige gern, wenn er an die Leistungsfähigkeit der Kulturschaffenden und innovativen Köpfe denkt. Während es anderswo Probleme geben mag, wird in der Teufelsmoorregion optimistisch nach vorne gedacht.
Am Donnerstag konnte Fromme seine Botschaft noch weiter streuen. Die Industrieund Handelskammer (IHK) brachte rund 50 Menschen zu einem Creativ Tag im Ritterhuder Veranstaltungszentrum zusammen. Dort begeisterten sich kreative Netzwerker und Vertreter öffentlicher Institutionen sowie aus Behörden und der Wirtschaft daran, wie die so genannte Kreativwirtschaft mittlerweile nicht nur in den Metropolen wächst, sondern auch im ländlichen Raum Fuß gefasst hat. Dass der Landkreis Osterholz nicht nur beste Bedingungen liefere, sondern auch eine gute Tradition, betonte Landrat Dr. Jörg Mielke und erinnerte an die Maler, die vor rund 125 Jahren nach Worpswede zogen, um die Künstlerkolonie zu begründen.
Die Sozialwissenschaftlerin Dr. Sabine Hafner belegte in einem Referat die Entwicklung der Kreativwirtschaft von einem so genannten weichen Standortfaktor zum bald unverzichtbaren Bestandteil einer Region. Insbesondere in vielen Städten beobachtet sie eine zunehmende Anerkennung der Ideenschmieden als Impulsgeber für die Wirtschaftsentwicklung. Weil Kreativität aber auch Landschaft und Ruhe brauche, die technischen Möglichkeiten zudem eine große Flexibilität für Raum und Zeit mit sich brächten, stiegen die Chancen, Kreative und Kulturschaffende verstärkt jenseits der Städte anzusiedeln. Sie fordert die Kommunen zu einer Bestandsaufnahme und zur Förderung dieser Entwicklung auf.
Der Creativ Tag sollte eine erste Chance sein, die kreativen Akteure mit Vertretern der Kammer und aus der Wirtschaft ins Gespräch zu bringen.
Copyright © KPS Verlagsgesellschaft mbH, Datum 23.05.2010
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